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Wo bleibt die Generation Solidarität?

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
der SPD ringt nicht erst seit gestern mit einem monumentalen Tief, da kommt es ihr vielleicht ganz gut zupass, dass angesichts der aktuellen Entwicklungen einer ihrer altehrwürdigen Arbeiterlieder-Hits ideal zur hiesigen Stimmung passt. „Brüder, zur Sonne, zur Freiheit“ - das könnte das Motto des Lebensgefühls sein, das tatsächlich, anders als das monumentale SPD-Tief, erst seit gestern aufgekommen ist. Sonnenschein und lang vermisste Freiheiten, das ist das, was im Augenblick zählt, wenn man davon absieht, dass das schöne alte Sozi-Lied im Zuge der zeitgemäßen Sprachanpassung in der Titelzeile außer den Brüdern auch noch Schwestern vertrüge.
Angesichts der neuen Lockerungen in der Region Hannover herrscht, mancherorts erstmals seit Monaten, wieder ein Hochgefühl in den Geschäften und in den Restaurants. Meine Kollegin Sophie Peschke ist durch Hannovers Innenstadt geschlendert und hat viele frohe Menschen getroffen, zum Beispiel den Kellner Inan Arslan vom Block House am Aegidientorplatz. Er darf auch im Innenraum wieder Gäste bedienen, sofern sie ein negatives Testergebnis vorweisen können. Arslans Resümee, kurz und gut gelaunt: „Es macht wieder Spaß, zur Arbeit zu gehen.“
Gute Laune ist ein exzellentes Stichwort auch für das, was sich derzeit an den Schulen abspielt. Erstmals seit Mitte Dezember sind alle Schulen wieder in den Präsenz- und Regelbetrieb mit voller Klassenstärke zurückgekehrt. NP-Reporterkollegin Britta Lüers hat sich umgehört und festgestellt: Die Erleichterung bei Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern war greifbar. „Das ist ein wichtiger Tag für uns alle“, sagt etwa Schulleiter Michael Bax von der Leonore-Goldschmidt-Schule in Mühlenberg.
Vieles geht schon bei einer Inzidenz unter 50, und vieles spricht dafür, dass Hannover es schon morgen schaffen wird, fünf Werktage in Folge unter einem Wert von 35 zu bleiben – heute liegt die Region laut Robert-Koch-Institut bei 28,2 wird, Tag vier wäre geschafft – wird ab Wochenende noch mehr gehen – die entscheidenden Passagen dazu aus der niedersächsischen Corona-Verordnung haben die Kollegen Andreas Voigt und Thomas Nagel zusammengefasst. Vieles geht also, was aber gar nicht geht, ist das Verhalten mancher älterer Menschen über 60, die offenbar trickreich versuchen, in Impfzentren eine Impfung mit Biontech/Pfizer oder Moderna zu ergattern – obwohl es für sie praktisch kein Risiko darstellt, sich mit Astrazeneza oder Johnson&Johnson immunisieren zu lassen. So etwas darf man egoistisch nennen, jüngere Menschen müssen deshalb noch länger als sowieso schon auf ihren Impftermin warten. Wo bleibt da die Generationen-Solidarität? Reporterin Mandy Sarti berichtet.
Ansonsten lautet unser Tipp des Tages: Bewahren Sie sich ein sonniges Gemüt, so lange es geht. Dieses überragende Gefühl lässt sich zum Beispiel sehr gut in Freibädern entwickeln, mehrere machen heute auf und lassen deutlich mehr Menschen hinein als zuvor. Der Kollege Christian Bohnenkamp hat für Sie aufgeschlüsselt, wo welche Regeln gelten – sie unterscheiden sich nämlich von Bad zu Bad ein bisschen.
Ob im Freibad oder anderswo an der Sonne, liebe Brüder und Schwestern: Bleiben Sie solidarisch, trösten Sie auch deprimierte Sozialdemokraten und -innen, wenn Sie welchen begegnen - und denken Sie unbedingt an ausreichenden Sonnenschutz.
Herzlichst, Ihr
Michael Lange
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