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Wie neu gedacht ist dieser Oster-Lockdown?

Neues aus dem NP-NewsroomNeues aus dem NP-Newsroom

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
„wir haben noch einmal ganz neu gedacht“, ließ Bundeskanzlerin Angela Merkel mitten in der Nacht gegenüber der Presse verlauten, als die neuen Bund-Länder-Beschlüsse nach stundenlangen und zähen Verhandlungen vorgestellt wurden. Bei einem Blick auf die Corona-Maßnahmen dürfte sich bei vielen am Morgen allerdings das Gefühl breit machen: ist das wirklich neu gedacht? Verlängerung des Lockdowns bis zum 18. April – das Spiel kennen wir schon seit mehreren Wochen. Über Ostern soll dieser jedoch „härter“ werden, Gründonnerstag und Karsamstag werden in diesem Jahr als Ruhetage definiert, um so das wirtschaftliche und private Leben runterzufahren. Trotzdem soll es möglich sein, sich über die Feiertage mit fünf Personen aus zwei Haushalten zu treffen. Härter? Neu gedacht? Nicht so wirklich. Diese fünf Tage sollen dennoch richten, was Deutschland in den vergangenen fünf Monaten nicht geschafft hat. Die „Durchbrechung der zermürbenden Spirale von immer neuen Schließungen und zaghaften Lockerungen“, wie Stephan Weil sagte. Zu den weiteren Beschlüssen äußert sich Niedersachsens Ministerpräsident ab 13 Uhr, Sie können die Pressekonferenz live auf unserer Homepage verfolgen.

Für die Region Hannover könnte es dennoch tatsächlich einige Neuerungen geben, bleiben wir doch weiterhin oberhalb der 7-Tage-Inzidenz von 100. Die Notbremse soll in solchen Kommunen konsequent umgesetzt werden und es sollen weitere Maßnahmen getroffen werden, um die Zahl der Neuinfektionen verlässlich zu senken. Dazu können Ausgangsbeschränkungen, verschärfte Kontaktregeln, tagesaktuelle Schnelltests zählen – was die Region Hannover davon konkret umsetzen wird, fragt meine Kollegin Sophie Peschke für Sie nach.

Aber Schluss für einen Moment mit Corona, Regeln und dritter Welle. Hannover wird heute aus ganz anderem Grund weit verbreitet in den Medien sein, denn der Welfenprinz Ernst August muss sich in Österreich vor Gericht verantworten. Dem Urenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II wird unter anderem schwere Körperverletzung, Drohung und Nötigung vorgeworfen. Dem 67-Jährigen drohen bis zu drei Jahre Haft. Er entschuldigte sich zwar für die Vorfälle, bekannte sich zugleich aber nicht schuldig. Ob der Prügel-Prinz am Ende des Prozesses tatsächlich ins Gefängnis muss, wir behalten die Gerichtsverhandlungen im Blick.

Kommen Sie gut durch diesen Dienstag und bleiben Sie gesund.
Katharina Klehm
Redakteurin
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