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Keine Vorweihnachts-Quarantäne für Schüler

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wird es heute endlich ein Ergebnis im Kampf um das Weiße Haus geben? Sicher ist es jedenfalls nicht. Derzeit führt der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden mit 253 zu 214 gegenüber US-Präsident Donald Trump. Wisconsin und Michigan konnte sich Biden gestern sichern und die Staaten gegenüber dem Wahlergebnis 2016 zurückgewinnen. Aber alles ist noch möglich. Würde es Biden schaffen, in Pennsylvania die meisten Stimmen zu holen, hätte er mehr als die nötigen 270 Wahlmänner für den Sieg. Aber es bleibt fraglich, ob die Auszählungen bereits heute ein Ende finden. Und noch liegt Trump vorne. Eine weitere Option für Biden bieten Nevada und Arizona, in denen der Demokrat nach derzeitigem Stand vorne liegt. Doch auch hier ist noch unklar, ob sich die Auszählungen vielleicht hinauszögern und wir die Ergebnisse am Ende aufgrund der Zeitverschiebung einfach verschlafen. Meine Kollegen vom RND halten Sie auf jeden Fall auch weiterhin auf dem Laufenden.

In Deutschland, Niedersachsen und Hannover beschäftigt uns aber vor allem weiterhin eins: das Coronavirus. Das medizinische Personal hat in den vergangenen Monaten unser Gesundheitssystem aufrechterhalten. Viele Pflegekräfte arbeiten bereits an ihrer Belastungsgrenze und trotzdem hat die niedersächsische Landesregierung kürzlich die wöchentliche Arbeitszeit auf 60 Stunden angehoben. Meine Kollegin Mandy Sarti hat über die Lage mit Alexander Jorde gesprochen, Intensivpfleger in einem Krankenhaus in Hannover. „Es gibt zwar freie Betten und Beatmungsgeräte, das hilft aber nicht, wenn es nicht genügend Pflegefachpersonal gibt, um alle Patienten zu behandeln“, berichtet der 24-Jährige aus seinem Alltag, und kritisiert: „Die Politik hat den Sommer nicht genutzt, um mehr Personal zu mobilisieren.“

Für Niedersachsens Schüler werden die kommenden Wochen ebenfalls weiterhin eine Herausforderung sein. Das Kultusministerium hat am Vormittag bekanntgegeben, dass es keine vorweihnachtliche Quarantäne für die Schulen geben werde. Die Idee der CDU war, den Montag und Dienstag vor den Weihnachtsferien zu landesweiten Homeschooling-Tagen zu erklären, um den Schülern und ihren Familien eine Chance auf eine mehrtägige Quarantäne zu ermöglichen. Die Regelung könne „Stand heute“ jedoch nicht umgesetzt werden, weil sie „die Familien und Angehörigen nicht verlässlich schützen würde“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD).

Erinnern Sie sich eigentlich noch an Captain Tom Moore aus Großbritannien, der 100-Jährige, der im Garten seine Runden drehte um Spenden zu sammeln? Er hat für den Lockdown, der nun auch in England beginnt, eine neue Kampagne gestartet, um denen zu helfen, die sich in dieser Zeit einsam und verängstigt fühlen. Unter dem Hashtag #WalkWithTom werden alle aufgerufen ihre Spaziergänge auf Social Media zu teilen. Vielleicht denken Sie beim nächsten Herbstspaziergang ja dran.
Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall einen guten Donnerstag – und bleiben Sie gesund.
Katharina Klehm
Redakteurin
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