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Immunologe: "Kein Virus ist infektiöser"

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
manchmal ist gut gemeint nicht gleichbedeutend mit gut gemacht. Es ist eine Erfahrung, die gerade in Berlin gemacht wird. Die staatlich finanzierten Spritpreisrabatte sollten die Preisexplosionen an den Zapfsäulen dämpfen - und Autofahren weiterhin bezahlbar machen. Doch tatsächlich geht die Rechnung ganz offensichtlich nicht auf. Nachdem die Preiskurve noch am ersten Tag nach unten abfiel, steigt sie nun schon wieder an. Es ist mehr als offensichtlich, dass der Rabatt bis zum Weg in den Benzintank der Kunden fast völlig verpufft ist. Für die Mineralölkonzerne könnte dagegen das Geschäft mit Super und Diesel weiterhin mehr als lukrativ bleiben. In der Ampelkoalition wird nun darum gestritten, wie man aus dieser Situation wieder herauskommt. Dabei geht es konkret um die Frage einer Übergewinnsteuer. Unternehmen, die an den wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges verdienen, könnten so noch einmal zur Kasse gebeten werden.
Das Geschäft von Shell, BP und Aral dürfte sicher in dieses Muster passen, allerdings gibt es auch die Befürchtungen, dass die Abgrenzungen nicht so einfach werden dürften. Welche Gewinne sind noch in Ordnung, welche Zusatzeinnahmen gibt es nur, weil der Krieg im Osten Europas die Preise neu bestimmt? Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) beeilte sich vor wenigen Stunden in Berlin, um genau darauf aufmerksam zu machen. Und nun? Statt eine schlechte Regelung wie die Spritpreisrabatte mit einer umstrittenen Maßnahme wie der Übergewinnsteuer zu korrigieren, könnte man es sich auch einfacher machen und den Tankrabatt wieder abschaffen. Das frei werdende Geld könnte man dann wieder investieren - am besten bei den Öffis. Das 9-Euro-Ticket, das zeitgleich gestartet ist, hat auf der Erfolgsskala den Tankrabatt längst überflügelt. Hier würden die Milliarden zumindest nicht verbrennen, sie würden Komfort und Pünktlichkeit verbessern und ein Signal für die Zukunft setzen.
Inzidenzen, Belegungen von Intensivbetten, Maskenpflicht und Impfquoten - das alles wollten wir wahrscheinlich alle schon längst hinter uns gelassen haben. Allerdings haben uns diese Schlagwörter ganz offenkundig schneller eingeholt, als wir gehofft haben. Der Besuch von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) in Pakistan steht exemplarisch dafür. Kurz bevor sie heute in Islamabad landete, war ihr Corona-Test noch negativ. Beim Mittagessen mit ihrem pakistanischen Amtskollegen bemerkte Baerbock, dass sie nichts mehr schmeckt. Der Kontrolltest zeigte einen zweiten Strich, die Ministerin hat sich seitdem in der Deutschen Botschaft isoliert. Wie lange sie hier nun bleiben muss, ist bislang völlig unklar. Gut möglich, dass wir uns auch in diesem Sommer an solche Geschichten gewöhnen müssen.
Reinhold Förster, Immunologe an der MHH, sprach mit meiner Kollegin Susanna Bauch offen über die Gefahr, die von einer neuen Corona-Variante ausgeht. BA.5 hat in Portugal bereits die Zahlen massiv nach oben getrieben, wird mittlerweile auch in mehr Proben in Deutschland nachgewiesen. Förster sagt, dass wir uns aus seiner Sicht schon wieder in der nächsten Welle befinden: “Wir kennen bislang kein Virus, das infektiöser ist”, so der Experte. Und für Risikogruppen und Ungeimpfte könnte es auch wieder gefährlicher werden, weil BA.5 die unteren Atemwege wieder stärker befällt. Zumindest wissen wir, was hilft: Abstand, Impfungen und Masken empfiehlt der Experte. Wir müssen also nicht umdenken, sondern nur das Gelernte früher oder später wieder neu anwenden.
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Der Tipp des Abends

Um 20.45 Uhr ist wieder Zeit für einen der ganz großen Klassiker. Das DFB-Team tritt dann in der Nations League gegen England an. Das ZDF überträgt das Spiel, die NP hält sie online und in der morgigen Zeitung informiert. Viel Spaß beim Mitfiebern.
Bleiben Sie optimistisch.
Zoran Pantic
NP-Redakteur
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