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Hausärzte in Niedersachsen starten mit dem Impfen

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
mehr als ein Jahr steckt die Welt bereits in der Pandemie und schaut man sich die Namen unserer Gegenmaßnahmen an, haben wir anscheinend schon einiges versucht. Zuerst den „harten Lockdown“, gefolgt vom „Lockdown light“, zuletzt ein „Oster-Lockdown“, der ein „Wellenbrecher-Lockdown“ hätte werden sollen. Nun bringt der CDU-Vorsitzende Armin Laschet den „Brücken-Lockdown“ für zwei bis drei Wochen ins Spiel, der kurz aber hart werden soll. Denn es sei absehbar, dass in kurzer Zeit „30, 40 Prozent der deutschen Bevölkerung geimpft sind“, so Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident. Wissenschaftler würden nun empfehlen, die Zeit bis dahin zu überbrücken – Aha – und das öffentliche Leben zu reduzieren. „Es ist ein etwas hilfloser Versuch, dem Beschwerlichen einen freundlichen Rahmen zu geben“, kommentiert Kollegin Daniela Vates. Sie sagt Ihnen, warum Hinterherschlurfen keine Lösung ist.

Im ersten Quartal sind wir auch dem Impftempo hinterhergeschlurft – jetzt soll es ab diesem Monat endlich schneller vorangehen. 35.000 Ärzte starten heute deutschlandweit mit der ambulanten Impfung. Zwar erhalten alle Praxen in dieser Woche nur zusammen 940.000 Impfdosen, ab dem 26. April können sie allerdings mit mehr als drei Millionen Vakzinen rechnen. Wie die Terminvergabe läuft und wer geimpft wird, erklärt Ihnen meine Kollegin Mandy Sarti. 30 Dosen des Impfstoffs von Biontech werden am Nachmittag auch in die Hausarztpraxis von Rainer Haul in Kirchrode geliefert. „Wir sind froh, endlich an der Pandemiebekämpfung teilnehmen zu können“, sagt der Mediziner. „Impfungen sind doch die einzige echte Chance auf unser altes Leben“.

Vielleicht steigt damit die Hoffnung der Deutschen wieder etwas an, denn laut einer neuen Bertelsmann Studie haben die Zukunftsängste zugenommen, besonders bei jungen Menschen. Stimmten im Frühjahr nur 38 Prozent der Aussage „Ich mache mir große Sorgen um meine Zukunft“ zu, so waren es im Dezember bereits mehr als 50. Bei den Menschen unter 30 Jahren stieg auch der Anteil derer, die sich einsam fühlen, von 46 auf 71 Prozent. Immerhin ist das Vertrauen in die Politik größer, als noch am Anfang der Pandemie. Hoffen wir also, dass sie dieses nicht verspielen – egal, wie der nächste Lockdown auch heißen mag.

Kommen Sie gut durch diesen Dienstag und bleiben Sie gesund.
Katharina Klehm
Redakteurin
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