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Experimente für eine gehobene Stimmung

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
manchmal sind es die kleinen, vielleicht sogar winzigen, jedenfalls gerne die ungewöhnlichen Dinge, die spontan die Stimmung heben. Ein ganz profanes Beispiel: Sie schlagen morgens die noch müden Augen auf und registrieren erfreut, dass die Sonne durch die Vorhänge, Rolläden, Jalousien blinzelt. Kommt hierzulande selten genug vor. Schon schlägt das Herzilein einen Takt bereitwilliger, schon macht das Aufstehen vielleicht nicht gerade Spaß, aber es klappt doch ein bisschen beschwingter.
Oder vielleicht auch, wenn Sie bei uns lesen, dass Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay bei einem seiner Lieblingsprojekte, den Experimentierräumen in der Altstadt, sich ein Beach-Tennisduell mit Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes geliefert hat. Klingt jetzt vielleicht unspektakulär, aber wenn man weiß, dass dies im Vorgriff auf eine künftig womöglich wenn nicht autobefreite, so auf den Autoverkehr nicht mehr vollständig ausgerichtete Innenstadt abzielt, kann diese politisch-kirchliche Match schon dazu beitragen, ein bisschen gute Laune zu verbreiten. Kollegin Petra Rückerl schildert, was es sonst noch mit den experimentell entstandenen Räumen in der Altstadt auf sich hat.
Schade nur, dass nicht überall eitel Sonnenschein in unserer Berichterstattung herrschen kann, irgendwas ist ja immer. Was derzeit ziemlich nervt, sind die unnötigen, gedankenlosen, dummen, wenn nicht böswilligen Vorgänge, die jeder im eigenen Umfeld wahrzunehmen gezwungen ist. Beispielsweise die zunehmende Vermüllung des öffentlichen Raumes. Stark betroffen von diesem abstoßenden Phänomen ist beispielsweise die Hoppenstedtwiese zwischen Südstadt und Waldhausen, die schon lange ein Vermüllungsproblem hat. Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne (SPD) ist mit seiner Geduld am Ende – und zugleich ratlos: „Ich weiß nicht mehr, was wir noch tun sollen. Bisher sind alle Appelle verhallt, nach jedem Wochenende bietet sich hier das gleiche Bild.“ Ein Bild hat sich auch NP-Reporterin Britta Lüers gemacht.
Täuscht der Eindruck, oder haben die unsäglichen Tendenzen zur Vermüllung der schönen Ecken vor der eigenen Haustür während der Corona-Pandemie deutlich zugenommen? Das könnte durchaus so sein, in der Eilenriede oder auch am Maschsee ließ sich das während des Lockdowns jedenfalls ziemlich eindeutig feststellen. Was die pandemische Diskussion angeht, geht es derzeit auch darum, ob Impfschwänzer nicht bestraft werden sollten – wer seinen Termin im Impfzentrum ohne Absage verfallen lässt, sollte nach den Vorstellungen mancher Politiker zahlen müssen. Ob das die Impfwilligkeit stärkt? Schließlich gibt es auch Fälle, wo Menschen einen Termin absagen möchten, an den bürokratischen Hindernissen aber schlicht scheitern - Kollegin Astrid Köhler berichtet von so einem Fall aus Laatzen.
Und sonst? Die Inzidenz in der Region Hannover stagniert laut Robert Koch-Institut momentan, der Wert beträgt heute, Mittwoch, weiterhin 5,4. Ist das jetzt gut? Oder eher schlecht? Man weiß es nicht so genau. Was Ihnen in jedem Fall aber einen kleinen Freuden-Kick für den Resttag geben könnte: Die Impfquote klettert nach und nach (Zweitimpfungen in Niedersachsen am Dienstag: 37,1 Prozent). Wenn es so weiter geht, ist das pandemische Elend vielleicht ja schon im Spätsommer überstanden. Die vierte Welle, die Experten dann noch erwarten, dürfte im Vergleich zu ihren Vorgängerinnen einiges an Wucht einbüßen. Ein tröstlicher Gedanke, oder?
Unser Tipp für eine gehobene Stimmung: Wenn es geht, genießen Sie die Sonne, solange sie sich blicken lässt. Und bewahren Sie sich dieses Gefühl möglichst lange.
Machen Sie es gut und bleiben Sie uns gewogen,
herzlichst
Michael Lange
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