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EU will 200 Millionen Impfdosen kaufen

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
seit gestern sehen wir in diesem ansonsten eher trüben Lockdown-November Licht am Ende des Tunnels. Das Mainzer Unternehmen Biontech hat offenbar ein Mittel gefunden, das 90-prozentigen Schutz gegen Covid-19 bietet. Es ist der Impfstoff, aus dem die Träume sind im Kampf gegen die Pandemie. Und entsprechend groß war die Begeisterung gestern in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Die Börsenkurse schossen raketenartig in die Höhe. Und heute Morgen kam dann prompt die Meldung, dass die EU 200 Millionen Impfdosen von Biontech kaufen will. Dennoch gibt es noch viele offene Fragen. Auf die Suche nach Antworten haben sich RND-Corona-Expertin Saskia Bücker und Chefreporter Thorsten Fuchs gemacht. Das Ergebnis ihrer Recherche: Es gibt tatsächlich Hoffnung, aber der Weg aus der Pandemie bleibt wohl einer der kleinen Schritte.
 
Es ist halt ein Kreuz mit Corona. Das mussten jetzt auch die Eheleute Andrea und Robert Jäger feststellen. Beide betreiben in Hannover-Bemerode gemeinsam ein Gesundheitszentrum. Er ist Chiropraktiker und Heilpraktiker, sie arbeitet im Reha-Bereich als Gymnastiklehrerin und Fitnesstrainerin. Er darf im Lockdown seinen Patienten weiter helfen, sie musste ihre Praxis schließen. Und warum? Weil es die Bürokratie so will. Mein Kollege Christoph Dannowski hat mal versucht, am Beispiel dieses Falles zum tieferen Sinn der Corona-Regeln durchzudringen. Und so viel sei verraten: Leicht ist es nicht. Die Jägers haben Juristen eingeschaltet.
 
Als hätten wir nicht genug Sorgen: Nach der Groß-Demo in Leipzig, die auch wegen des Versagens der sächsischen Polizei am vergangenen Wochenende komplett aus dem Ruder gelaufen war, planen die sogenannten „Querdenker“ jetzt auch zwei Aktionen in Hannover. Am Freitag wollen sie aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen eine „Infotour“-Veranstaltung in der Innenstadt machen. Und am 21. November soll dann eine Demonstration auf dem Opernplatz stattfinden. „Es sind Redebeiträge und Musikdarbietungen geplant“, sagt Polizei-Pressesprecher Michael Bertram. Ob uns darüber hinaus ein ähnlicher Irrsinn wie in Leipzig ins Haus steht? Wir wissen es noch nicht, halten sie aber auf dem Laufenden.
 
Zum Schluss noch eine Leseempfehlung. Heute vor elf Jahren ist der großartige Mensch und Sportler Robert Enke gestorben. Meine Kollegin Josina hat sich aus diesem Anlass mit Teresa Enke, der Witwe, getroffen. Herausgekommen ist ein tiefgehendes Interview, in dem es auch um Verlustangst und Depressionen in Zeiten von Corona geht.
 
Ich hoffe, Sie kommen trotz alledem gut und gesund durch diesen Dienstag und grüße Sie wie immer herzlich.
Ihr
Bodo Krüger
Chefredakteur Neue Presse   
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