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Corona - es bleibt ernst: 22.609 Neuinfektionen am Donnerstag

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Liebe Leserinnen, liebe Leser, 
darf ich Sie noch einmal mit den Zahlen des gestrigen Tages konfrontieren? Rund 7000 Menschen haben gestern in der Nähe des Reichstages gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Die meisten von ihnen hielten sich nicht an Abstandsregeln und trugen keinen Mund-Nasen-Schutz. Rund 2000 Polizisten haben deshalb versucht, unter Einsatz von Wasserwerfern die Veranstaltung aufzulösen. Es flogen Steine, Böller und Flaschen auf die Beamten – 10 Polizisten wurden verletzt, 365 Demonstranten festgenommen. Derweil stimmten die Abgeordneten des Bundestages mit 415 Ja- und 236 Nein-Stimmen für die Verabschiedung des neuen Infektionsschutzgesetzes. 
Und die Zahlen von heute? Das Robert-Koch-Institut meldet 22.609 Neuinfektionen in Deutschland. Das sind gut 5000 mehr als am Vortag. Mittlerweile hat das RKI 13.390 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gezählt. Von einem Abflachen der Kurve kann keine Rede sein. Und RKI-Chef Wieler versichert: „Die Lage ist weiterhin sehr ernst.“ - Die eher irrationalen Ereignisse des gestrigen Tages und die realen Zahlen des heutigen Tages sind in ihrer Widersprüchlichkeit wohl kaum zu überbieten. Da die Corona-Leugner, die eine eingebildete Diktatur bekämpfen. Dort die beängstigende Wirklichkeit, mit der wir offenbar alle noch eine ganze Weile Leben müssen. 
Und prompt sagt mir mein Smartphone, ich möge doch bitte meine Corona-App befragen, ob alles in Ordnung ist. Also mal eben, zwischen zwei Absätzen, schnell geklickt, und schon gibt es Entwarnung: „Niedriges Risiko. Bisher keine Risiko-Begegnung. Risiko-Ermittlung dauerhaft aktiv. Aktualisiert: heute, 12 Uhr.“ Da sage noch einer, die Warn-App kann nichts. Für mich hat sie heute die bislang einzige erfreuliche Corona-Nachricht des Tages parat. 
Aber zum Glück gibt es ja auch noch andere erbauliche Meldungen. Am besten gefallen hat mir übrigens in dem Zusammenhang ein Strafbefehl, den die hannoversche Staatsanwaltschaft an den hiesigen Multimillionär und Unternehmer Martin Weiß verschickt hat. Wegen diverser Verkehrsverstöße, Bedrohung und Widerstandes gegen Polizeibeamte soll der ZAG-Gründer und Handball-Mäzen jetzt 2,76 Millionen Euro zahlen. Wie die Justiz auf diese spektakuläre Summe kam, können Sie in der Geschichte meines Kollegen Thomas Nagel lesen.  
Und noch eine Nachricht, die aufhorchen lässt: Die Stadt Hannover hat Frank Herbert, den ehemaligen Büroleiter des Oberbürgermeisters Schostok und so etwas wie die Schlüsselfigur der Rathausaffäre, heimlich in den einstweiligen Ruhestand versetzt. So viel ist sicher: Zulagen werden ihm jetzt nicht mehr gezahlt. Was sonst hinter dem unrühmlichen Abgang steckt und warum Herbert jetzt sogar Geld an die Stadt überweist, hat meine Kollegin Vera König für Sie recherchiert.
 
Ihnen wünsche ich noch einen erfreulichen Donnerstag und grüße Sie wie immer herzlich aus dem NP-Newsroom. 
Ihr
Bodo Krüger
Chefredakteur
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