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Ab Donnerstag gilt die Ausgangssperre

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ab morgen gilt sie, die nächtliche Ausgangssperre in der Region Hannover. Zwischen 22 und 5 Uhr heißt das für alle: zu Hause bleiben. Die genauen Regeln, wann doch jemand nachts nach draußen darf und welche Strafen einen bei Missachtung erwarten, wird die Region heute bekanntgeben. Schaut man sich die Reaktionen in den sozialen Medien an, sind viele mit dieser Ausgangsbeschränkung jedoch nicht zufrieden. Manche fühlen sich in ihrer Freiheit eingeschränkt – sicherlich in gewissem Maße auch zu Recht. Es ist eine weitere Maßnahme in von Regeln gebeutelten Wochen und Monaten, denen wir einfach müde geworden sind. Dennoch sollte sich jeder fragen: tangiert mich das überhaupt? Schnüre ich um 21.59 Uhr noch die Joggingschuhe? Möchte ich um 23 Uhr noch durch die Eilenriede spazieren? Oder liegt der Großteil ab 22 Uhr eh auf dem Sofa vor dem Fernseher oder schon im Bett.
Andere fragen sich, was die Ausgangssperre bringen soll, zu dieser Uhrzeit sei doch eh keiner mehr unterwegs. Wer dennoch durch die Straßen läuft, wird dabei schnell erkannt – die Hoffnung dahinter: die Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen im privaten Umfeld aufdecken und unterbinden. Ob die Ausgangssperre und die weiteren Maßnahmen wirklich etwas bringen, werden wir erst am Ende der zwölf Tage sehen. Mein Kollege André Pichiri hat in Städten wie Flensburg und Gifhorn nach den Erfahrungen mit einer Ausgangssperre gefragt – und die lassen zumindest hoffen. Denn eins ist leider klar: Hannover hat es bisher nicht auf die Reihe bekommen.

Viele setzen ihre Hoffnung für ein Ende der Corona-Beschränkungen auf die Impfkampagne. Die soll zügig vorangehen, um Restaurant-, Fitnessstudio- und Kinobesuche für alle wieder möglich zu machen. Der Piks für ein Stück Lebensqualität. Doch diese Hoffnung hat gestern wieder einen Dämpfer erfahren. Das Vakzin von Astrazeneca wird ab heute in Niedersachsen nur noch an Über-60-Jährige verabreicht – damit folgt die Landesregierung der neuen Empfehlung der Ständigen Impfkommission. Am Anfang stand die niedrigere Wirksamkeit im Fokus, dann traten bei einigen Geimpften seltene Hirnvenen-Thrombosen auf. Der Vertrauensverlust ist groß, schreibt mein Kollege Christian Lomoth in seinem Kommentar. Und hält fest: „Es bleibt schwierig mit Astrazeneca – ohne den Stoff aber auch.“ Alle Entwicklungen zu dem Thema können Sie bei meinen Kollegen vom RND im Liveblog verfolgen.

Wir blicken zum Ende dieses Newsletters aber auch nach vorne, Ostern steht vor der Tür und die Wetteraussichten sind sonnig, auch wenn es die Tage etwas kühler wird als heute. Bald könnte auch der erste Spargel aus der Region auf Ihrem Tisch landen - die Saison steht kurz bevor, die ersten Stangen sind bereits gestochen. Und ich verraten Ihnen schon mal jetzt: am Sonnabend werden wir Ihnen ein paar leckere Rezepte mit Spargel zeigen.
Kommen Sie gut durch diesen Mittwoch und bleiben Sie gesund.
Katharina Klehm
Redakteurin
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