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Zum Glück sind noch keine Ferien ...

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
in zwei Wochen beginnen die Herbstferien - für viele Familien die nächste Gelegenheit für eine Auszeit und möglicherweise noch eine Reise in wärmere Gefilde. Doch wie kann das losgehen? Seit Wochen beschweren sich Passagiere über die Zustände am Flughafen Hannover-Langenhagen. Bis zu fünf Stunden Wartezeit, Schlangen bis aufs Parkdeck: Eine eigens eingerichtete Taskforce hat nun Schritte zur Verbesserung der Lage beschlossen. Was hat das gebracht? Mein Kollege Conrad von Meding hat sich im Terminal C umgesehen. Seine Beobachtungen sind durchwachsen, viele Flieger gehen immer noch mit Verspätung raus.
Die große Politik in Berlin kann im Moment an Ferien nicht denken. Vorsondierungen und Sondierungen laufen. Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) hat da einige Vorschläge: Er wünscht sich mehr Freiheiten für die Kommunen: „Für die Verkehrswende benötigen wir Gestaltungsspielraum, etwa bei der Einrichtung von Tempo-30-Straßen oder Verkehrsversuchen.“ Von seiner eigenen Partei wünscht er sich, dass „die grünen Kommunalpolitiker auch bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen angemessen gehört und beteiligt werden“. Höhere Parkgebühren für SUVs soll es nicht geben, Onay plant für die Landeshauptstadt jedoch künftig Einschränkungen für alle Autos. „Es wird weniger Autos geben, und die Autos werden nicht mehr überall hinfahren dürfen.“ Onay bleibt sich also treu: Der Verkehr war nach einiger (manche meinen zu langer) Anlaufzeit das erste große Thema, das der OB angepackt hat - und damit soll es also auch weitergehen.
Auch in Hannover laufen Sondierungen und Gespräche für den Stadtrat, Grüne und SPD kommen sich offenbar näher. Was aber eine Konstante in der städtischen Politik ist, ist dass im ehrwürdigen Saal im Rathaus in den kommenden Jahren viele Angestellte des Öffentlichen Dienstes sitzen, Beamte, Mitarbeiter von Abgeordneten, einige Anwälte und Ruheständler – und deutlich weniger Frauen als Männer. Für viele Angestellte in der freien Wirtschaft ist es schwierig, Arbeit und politisches Mandat unter einen Hut zu bekommen. Mein Kollege Christian Bohnenkamp analysiert die Lage der Abgeordneten und hat nachgeforscht, welchen Belastungen sie ausgesetzt sind und welche Einschnitte sie machen müssen. Eine Idee gibt uns die Aussage von FDP-Mann Wilfried Engelke: „Wenn ich die Aufwandsentschädigung ins Verhältnis zu den Stunden setze, die ich mich im Rat engagiere, bekomme ich nicht einmal den Mindestlohn. Dafür würde ein Student nicht einmal sein Bein aus dem Bett haben.“
Gleich wird übrigens nicht, wie so oft in den vergangenen Wochen, um 13.30 Uhr eine 96-Partie angepfiffen. Der Fußball-Zweitligist holte gestern Abend ein 0:0 in Nürnberg. Ohne den Spielverlauf zu kennen, könnte man von einem Punktgewinn auswärts reden. Wenn man allerdings weiß, dass 96 ab der 79. Minute in Überzahl spielte, könnte man auf die Idee, dass da vielleicht doch mehr drin gewesen sein könnte. Trainer Jan Zimmermann war am Ende mit dem Unentschieden immerhin zufrieden. Die 96-Fans vielleicht auch.
Ich wünsche Ihnen einen entspannten Sonntag,
Sönke Lill
Produktionsleiter
Hannover

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