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Die Angst vor einem neuen Lockdown

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
da haben sich wohl so einige verschätzt, die doppelt geimpft in eine weitgehend sorgenfreie und besinnliche Vorweihnachtszeit gehen wollten. Denn immer mehr wird klar, dass wir nicht genug erreicht haben, um uns zufrieden zurückzulehnen. Sie ist wieder zurück - die Sorge vor der nächsten Welle, vor übervollen Krankenhäusern, die Angst vor Lockdown und anderen einschneidenden Maßnahmen. Einige Experten - ohne Frage gehört der Berliner Virologe Christian Drosten dazu - warnen schon, dass die Situation schlimmer werden könnte als im vergangenen Herbst. Der Hauptgrund: Wir haben uns wohl zu sicher gefühlt - und tun das noch immer. Eine doppelte Impfung reicht bei dem aggressiveren Delta-Virus offenbar nicht für eine ausreichende Immunisierung, Impfdurchbrüche und unerkannte Infektionen passen nicht immer zur mittlerweile wieder verstärkten Mobilität, die Impflücke ist noch viel zu groß, die Booster-Impfungen brauchen zu lange und viele Kliniken haben dieses Mal nicht so viele Intensivbetten frei gehalten wie im Jahr zuvor. „Wir müssen jetzt vorbeugenden Brandschutz betreiben“, sagte am Dienstag dazu Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Sein Mittel, um das auflodernde Problem einzudämmen: Das Land will viel stärker als bislang auf 2G-Regelungen setzen und verschärft damit den Kurs für Ungeimpfte. Reicht das? Und wie ist die Situation in den Krankenhäusern in der Region? Meine Kolleginnen Mandy Sarti und Britta Lüers berichten heute für Sie über die politischen Entwicklungen und die Lage in den Kliniken.
Hier fehlen einem fast die Worte. Wie soll man auch beschreiben und nachfühlen können, wie es Kindern geht, die in einem gesellschaftlich anerkannten Schutzraum Übergriffe erleiden mussten? Heute wird der Prozess gegen Mike K. vor dem Landgericht in Hannover fortgesetzt. Er soll sich am Hort der Awo-Kita in der Wiehbergstraße in 120 Fällen an Mädchen im Alter von sechs bis acht Jahren vergangen haben. Thomas Nagel und Bärbel Hilbig berichten heute über den zweiten Prozesstag, für den der Angeklagte ein Teilgeständnis angekündigt hatte. Das würde, insbesondere für die jungen Opfer und ihre Eltern, einiges einfacher machen. Weil sich bei einer ehrlichen und glaubwürdigen Einlassung von Mike K. einige Zeugenbefragung schlicht erübrigen würden, die für die Betroffenen sicher belastend wären. Der Fall hat eine enorme Dimension, denn er erschüttert auch das Grundvertrauen in Kitas, Sicherheitskonzepte und männliche Erzieher, die gerade für Jungs so wichtig sind und nun erleben müssen, dass ein ewiges Vorurteil wieder Nahrung bekommt. Wie geht man damit um? Was wurde falsch gemacht? Wie können die Kinder in Zukunft in Betreuungseinrichtungen besser geschützt werden? In einem offenen Gespräch hat Awo-Vorstandschef Burkhard Teuber auf diese Fragen geantwortet.
Manche Spitznamen wird man einfach nicht los - egal wie unpassend sie irgendwann zu sein scheinen. Und auch einige Bezeichnungen verfestigen sich, obwohl auch sie den Kern schon längst nicht mehr treffen. Zum Beispiel der Begriff der Gastarbeiter. Das Land Niedersachsen hat jetzt dem Anwerbeabkommen mit der Türkei im Jahr 1961 einen Festakt gegönnt. Seit vielen Jahrzehnten leben also Menschen aus anderen Ländern und Kulturen hier, haben das Wirtschaftswunder mit aufgebaut, haben sich hier verliebt, haben Kinder bekommen, sich über Enkel gefreut, die in Hannover auf die Welt kamen, viele haben hier ihre letzte Ruhe gefunden. Doch der Begriff Gastarbeiter bleibt - und ignoriert, dass diese Menschen auch hier längst Zuhause sind. Am Ende zählt aber, was unter dem Strich bleibt, sagt Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay - und das ist vielleicht auch viel wichtiger als der Begriff selbst: „Das Anwerbeabkommen war und ist eine Erfolgsstory“.
Bleiben Sie optimistisch! Ihr
Zoran Pantic
Redakteur
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